Mittwoch, 1. April 2020

Coronavirus: Ausbreitung verlangsamt sich

Zeit bis Verdopplung der Infiziertenzahl wird größer - nicht nur in Deutschland.


Kein (April-)Scherz: Heute gibt es eine gute Nachricht. Und in der Zeit des gefühlten Hausarrests und der realen Depression - zumindest wirtschaftlich, aber für so manchen auch mental - ist es diese Neuigkeit allemal wert, notiert zu werden: Die Verdopplung der Infizierten verlangsamt sich. Und offenbar nicht nur in Deutschland.

Inzwischen gibt es über 800.000 erkrankte Menschen weltweit, fast 70.000 davon in Deutschland.

In den letzten Wochen wurden einschneidende Entscheidungen getroffen, um die Ausbreitung des Virus wenigstens zu verlangsamen. Fast alle europäischen Staaten haben drastische Maßnahmen ergriffen: Schulen und Universitäten sind großteils geschlossen, vielerorts auch Bars, Restaurants und zahlreiche Geschäfte. Viele Menschen arbeiten von zu Hause aus oder gar nicht. Zahlreiche Grenzen innerhalb der EU sind ebenfalls dicht.


Trotzdem steigen die Zahlen der Neuinfizierten weiter. Das liegt allein schon daran, dass die Erkrankung meist erst nach etwa fünf bis sieben Tagen ausbricht. Es gibt also eine große Zahl von Patienten, die noch nicht erfasst sind - und womöglich noch gar nicht wissen, dass sie das Virus bereits in sich tragen. Auch zu Neuansteckungen wird es weiter kommen, schließlich lassen sich nicht alle Sozialkontakte restlos vermeiden.



Allerdings zeigt der Verlauf erste positive Entwicklungen, wenn wir uns die sogenannte Verdopplungsrate mal genauer ansehen:

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um die Ausbreitung einer Epidemie mathematisch abzubilden. Am eingängisten ist die Verdopplungszeit: Das ist die Zeitspanne, nach der sich die Zahl der Infizierten jeweils verdoppelt hat.
Vom Abflauen einer Epidemie kann man sprechen, sobald die Verdopplungszeit größer wird - also beispielsweise von drei auf vier Tage steigt. Zu diesem Zeitpunkt ist das Schlimmste noch nicht überstanden: Die Fallzahlen werden weiter steigen, auch Tote wird es weiterhin geben. Lediglich die Geschwindigkeit des Anstiegs geht zurück.


Die Zeit, in der sich die Infizierten-Zahlen verdoppeln, liegt mittlerweile in NRW bei 10,2 (Vortag: 9) Tagen, in Bayern bei 6,2 (Vortag: 5). Den größten Verlangsamungseffekt hat den Zahlen zufolge inzwischen Berlin mit 12,1 (Vortag: 9) Tagen. Für ganz Deutschland lag die Verdopplungsrate demnach am Mittwochnachmittag bei 8,2 Tagen (Stand:15 Uhr). Am Sonntag hatte sie noch bei etwa fünf Tagen gelegen.



Die Bundesregierung hatte diese Zahl, also die Verlangsamung der Verdoppelung, zum Maßstab gemacht für mögliche Lockerungen der Maßnahmen. So haben sich die Zahlen bundesweit zunächst noch nach drei Tagen verdoppelt. Das Ziel müsse jedoch sein, dass sich die Infizierten-Zahlen erst nach 10 bis 14 Tagen verdoppeln. Dann sei voraussichtlich ein Punkt erreicht, an dem das Gesundheitssystem nicht überfordert wird. Und genau darauf kommt es an.
Auch wenn noch ein Weg vor uns liegt: Diesem Punkt kommen wir nun zumindest erkennbar näher.



Quellen:
https://www.sueddeutsche.de/wissen/corona-zahlen-aktuell-1.4844448
https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/corona-in-deutschland-verdopplung-der-infizierten-langsamer-16706793.html
https://www.rtl.de/cms/live-karte-zum-coronavirus-in-deutschland-aktuelle-zahlen-der-corona-infizierten-nach-bundesland-4505005.html
https://www.deutschlandfunk.de/coronavirus-aktuelle-zahlen-und-entwicklungen.2897.de.html?dram:article_id=472799







Verlinkt:
https://www.bonfert.de/index.php/blog/212-01-april-2020
https://hcbonfert.blogspot.com/2020/04/coronavirus-ausbreitung-verlangsamt-sich.html
https://digital0g.wordpress.com/2020/04/01/coronavirus-ausbreitung-verlangsamt-sich/


Hans-Christoph Bonfert – Kontakt: info *wieimmer* bonfert.de


Montag, 23. März 2020

Corona: Eindrücke einer Epedemie

Das andere Gesicht ...



Mediziner, deren Gesichter durch den pausenlosen Einsatz Schürfungen und Schwellungen offenbar durch Mundschutzmasken und Schutzbrillen zeigen.



Die Italiener rücken in der Krise zusammen - und bedanken sich in den Kommentaren zu den Tweets ebenso emotional.
Quelle: https://www.merkur.de/welt/coronavirus-italien-tote-lombardei-bergamo-suedtirol-infizierte-faelle-zahl-todesrate-news-zr-13609171.html






Verlinkt:
https://www.bonfert.de/index.php/blog/210-23-maerz-2020

https://digital0g.wordpress.com/2020/03/23/corona-eindruecke-einer-epedemie/
https://hcbonfert.blogspot.com/2020/03/corona-eindrucke-einer-epedemie.html





Hans-Christoph Bonfert – Kontakt: info *wieimmer* bonfert.de

Donnerstag, 20. Februar 2020

Simuliertes Universum: Supercomputer enträtseln die letzten Geheimnisse






Beeindruckend auf FAZ.net:

"Mithilfe von Supercomputern enträtseln Forscher die letzten Geheimnisse des Universums. Dabei entstehen spektakuläre Bilder von den Strukturen des Kosmos. Um zu verstehen, was die Welt im Großen und Kleinen zusammenhält, gab es für die Wissenschaft lange Zeit zwei Wege: die Vermessung der Realität in immer höherer Präzision: Durch Elektronenmikroskope, Teilchenbeschleuniger und Teleskope. Und die mathematische Berechnung anhand einfacher theoretischer Modelle. Mit dem Aufkommen leistungsfähiger Supercomputer hat sich eine weitere Methode etabliert, die gewissermaßen zwischen der empirischen Beobachtung und der Berechnung mit Zettel und Stift anzusiedeln ist: die Simulation."

Hier gehts zum Beitrag: https://www.faz.net/aktuell/wissen/illustris-projekt-wie-supercomputer-den-kosmos-entschluesseln-16640981.html







Verlinkt:
https://www.bonfert.de/index.php/blog/205-20-februar-2020
https://hcbonfert.blogspot.com/2020/02/simuliertes-universum-supercomputer.html
https://digital0g.wordpress.com/2020/02/20/simuliertes-universum-supercomputer-entraetseln-die-letzten-geheimnisse/


Hans-Christoph Bonfert – Kontakt: info *wieimmer* bonfert.de

Mittwoch, 19. Februar 2020

Globaler Gedächtnisverlust: Warum sich keiner an uns erinnern wird


Alarmierender Beitrag in WELT am Sonntag:

"Briefe, Fotoalben, Notizbücher, das war einmal. Unsere wichtigsten Erinnerungen sind in die Cloud abgewandert. Doch die Dynamik der Datenmassen rührt an den Kern unserer Identität, sagen Forscher.

„Ich bin das Kind aus Luft und aus Wind, die Tochter von Wasser und Erde; ich trotze der Zeit mit Unsterblichkeit, weil ich ewig vergehe und werde.“

Für den englischen Romantiker Percy Bysshe Shelley verkörperte die Wolke noch einen „kreativen Nihilismus“, schreibt der Yale-Professor John Durham Peters in seinem medienphilosophischen Buch „The Marvelous Clouds“. Shelley war damit nicht allein. Das Flüchtige und Malerische dieser Naturerscheinung hat Künstler, Schriftsteller und Wissenschaftler des 19. Jahrhunderts intensiv beschäftigt, und zwar ziemlich genau in dem Moment, als sich das Wetterphänomen mit dem Dampf der ersten Lokomotiven vermengte. Es war die Zeit, als die Technik die Natur in nie gekanntem Ausmaß zu verändern begann, der Beginn der Industrialisierung."
Hier gehts zum Beitrag auf welt.de: https://www.welt.de/kultur/plus205813711/Gedaechtnisforschung-Warum-sich-keiner-an-uns-erinnern-wird.html?



Verlinkt: 
https://www.bonfert.de/index.php/blog/206-19-februar-2021
https://hcbonfert.blogspot.com/2020/02/globaler-gedachtnisverlust-warum-sich.html
https://digital0g.wordpress.com/2020/02/19/globaler-gedaechtnisverlust-warum-sich-keiner-an-uns-erinnern-wird/



Hans-Christoph Bonfert – Kontakt: info *wieimmer* bonfert.de

Donnerstag, 12. September 2019